6 Institutionen in 3 Tagen

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Salzburg – Innsbruck – Dornbirn Stationen der „Ombudsstellen-Westtour“ im Sommer 2021

Sechs Hochschulinstitutionen in drei Tagen wurden vor Semesterbeginn von Mitarbeiter*innen der Ombudsstelle für Studierende des BMBWF im Rahmen einer „Westtour“ zur Abhaltung von Arbeitsgesprächen angesteuert. Es war dies gemäß Jahresarbeitsprogramm 2020/21 der Ombudsstelle die erste große Bundesländerreise nach den diversen Lockdowns seit dem Frühjahr 2020. Hauptgesprächsthemen waren vor allem ein Rückblick auf die letzten drei und ein Ausblick auf das kommende Semester und COVID-19.

PARIS – LODRON – UNIVERSITÄT SALZBURG
Den Anfang machte ein Besuch an der Paris – Lodron-Universität Salzburg (PLUS; ca. 18.000 Studierende) bei Herrn Mag. Jürgen Zahrer, Leiter der Studienabteilung und Frau Mag.a Christine Steger, Abteilungsleiterin Familiy, Gender, Disability & Diversity Beauftragte für behinderte und chronisch kranke Universitätsangehörige.
Hauptgesprächsgegenstände waren Reflexionen über die vergangenen durch einschlägige Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie geprägten drei Semester an der PLUS, darunter auch das lokal eingerichtete Zugangsmanagement. Vorbereitende Überlegungen und geplante Regelungen zur Durchführung an der PLUS für das Wintersemester 2021/22 mit Schwerpunktthemen der möglichen 3G-Nachweise (Testungen und Impfungen) wurden ebenfalls besprochen.
Weitere Gesprächsthemen waren neben der Studienbeitragsverwaltung Herausforderungen und Reaktionen im Zusammenhang mit der Durchführung von elektronischen, vor allem schriftlichen Prüfungen sowie die Vereinbarkeit des Studiums mit den einschlägigen Maßnahmen während der Lockdown-Phasen.

v.l.n.r. Mag. Jürgen Zahrer (Universität Salzburg), Dr. Josef Leidenfrost (Ombudsstelle für Studierende)

MOZARTEUM SALZBURG
Am Mozarteum Salzburg (ca. 2.000 Studierende) waren Vizerektor für Lehre Dr. Mario Kostal und der Leiter des Studien- und Prüfungsmanagements Amtsdirektor Robert Schiller Gesprächspartner für das Team der Ombudsstelle. Hierbei wurden neben Pandemie-Umständen auch die gerade an Kunstuniversitäten bestehenden Herausforderungen des Einzelunterrichtes sowie anlaßbezogen die möglichen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Zurverfügungstellung von ausreichend Übemöglichkeiten für Studierende inklusive dabei zu beachtende Sicherheitsregelungen erörtert. Besprochen wurde auch die Umstellung der Aufnahmeverfahren am Mozarteum auf digitale Verfahren zur größtmöglichen Chancengleichheit für internationale Studienwerber*innen. Im Studienjahr 2021/22 ist speziell für die Kunstuniversitäten eine österreichweite Fachtagung der Ombudsstelle über den Gender Gap in manchen Musikdisziplinen (z. B. Jazz) respektive Instrumentenkategorien (z.B. Perkussionsinstrumente) geplant und das Mozarteum dazu eingeladen. Abschließend bedankte sich der Leiter der Ombudsstelle Josef Leidenfrost ausdrücklich bei Robert Schiller, der mit Ende des Monats September in den Ruhestand übertrat, für die jahrelange gute Zusammenarbeit zwischen dem Mozarteum und der Ombudsstelle im Sinne der Studierenden.

UMIT TIROL
Mag. Dr. Armin Mölk, Stabsstelle Recht, Projektmanagement und Datenschutz, war Gesprächspartner von der UMIT TIROL (ca. 1.800Studierende, davon jährlich ca. 400 Erstsemestrige).
Hauptthemen waren neben den bereits an anderen Institutionen erörterten Anliegen der Umgang der Umstellung auf digitale Lehre während der letzten Semester und die Durchführung des bevorstehenden Wintersemesters die Implementierung von dezentralen Ombudsstellen an Privatuniversitäten generell. In diesem Zusammenhang wurden die Fähigkeiten und Kenntnisse von potentiellen Ombudspersonen (Stichwort Mindesterfordernisse) releviert. Besprochen wurden auch allfällige Auflagen zur fürderhin verpflichtenden Einrichtung von hochschulischen Ombudsstellen bei der (Re-)Akkreditierung von Institutionen und Studiengängen im Bereich der Privatuniversitäten, zumal es keine gesetzliche Regelung gab und gibt, eine Ombudsstelle einzurichten. Es gab in der Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung (PU-AkkVO) 2019 in der Erläuterung zu §§15 Abs. 12 und 18 Abs. 1 den Bezug zu einer Ombudsstelle.

v.l.n.r.: Dr. Josef Leidenfrost (Ombudsstelle für Studierende) Mag. Dr. Armin Mölk (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik)

UNIVERSITÄT INNSBRUCK, FAKULTÄT FÜR BILDUNGSWISSENSCHAFTEN
Der Termin mit den beiden Ombudspersonen Dominik Drexel, MA und virtuell Mag.a Dr.in Susanne Rossnagl der Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck (mehr als 1.400 Studierende in Bachelor-, Master- und Doktoratsstudien) diente einerseits dem informellen Austausch über die derzeitige Situation der Studierenden an genannter Fakultät, dies vor allem aufgrund der maßgeblichen Veränderungen im Lehrbetrieb während der letzten Semester. Andererseits war der Letztstand der Überlegungen zur Einrichtungen einer Vor-Ort-Ombudsstelle für die gesamte Universität Gesprächsthema und die weitere Vorgangsweise dazu. Darüber hinaus wurden Wahrnehmungen über Probleme mit elektronischen schriftlichen Prüfungen und mit elektronischer Lehre mit den beiden Ombudspersonen erörtert. In ihren Doppelfunktionen als Lehrende und Ombudspersonen haben Kollegin Rossnagl und Kollege Drexel in dieses Thema einen holistischen Einblick.

MEDIZINISCHE UNIVERSITÄT INNSBRUCK (MUI)
Ein Zusammentreffen mit Univ.-Prof. Dr. Peter Loidl, dem Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten an der MUI, diente dem Informationsaustausch zwischen der MUI und der ministeriellen Ombudsstelle zu den Entwicklungen (Beschlußfassung durch das Rektorat und Veröffentlichung einer entsprechenden Feststellung im Mitteilungsblatt der Universität) und letztlichen Bestellung eines eigenen Ombudsmannes vor Ort für die mehr als 3.000 Studierenden an der MUI
Am Stichtag der Informationsweitergabe an die Studienwerber*innen nach dem Med-AT-Test, ob sie einen Studienplatz an der Medizinischen Universität Innsbruck erhalten haben, fand mit der zuständigen Leiterin der Abteilung Studienservices Mag.a Martina Heidegger ein Austausch zum Bewerbungsverfahren 2021 an der MUI (Stichwort MED-AT) statt.

Univ.-Prof. Dr. Peter Loidl (Medizinische Universität Innsbruck), Mag.a Martina Heidegger (Medizinische Universität Innsbruck) und Dr. Josef Leidenfrost (Ombudsstelle für Studierende)

FACHHOCHSCHULE VORARLBERG
Ein Arbeitsgespräch mit Frau Mag.a Edna Fitz, Leiterin der Stabsstelle Recht und Datenschutzbeauftragte der FHV in Dornbirn (mehr als 1.500 Studierende), bildete den Abschluss der Westtour. Neben dem Rückblick auf die Präsenz- und Online-Studienbedingungen in den vergangenen Semestern prägte die geplante Durchführung des Wintersemesters mit Blick auf die Covid-19-Pandemie wiederum an der FHV das Gespräch. Dabei wurden die konkreten Vor-Ort-Maßnahmen zur Umsetzung erörtert. Am Rande der Besprechung wurde auch über die Einrichtung einer dezentralen Ombudsstelle an der FH Vorarlberg zusätzlich zu den bestehenden Beratungs- und Vermittlungsstellen gesprochen. Dazu gibt es seit einiger Zeit (siehe Tätigkeitsberichte der Ombudsstelle für Studierende 2018/19 und 2019/20) von studentischer Seite ausgehende Überlegungen, die mit der Geschäftsführung und dem Rektorat und der ministeriellen Ombudsstelle weiter behandelt werden.

v.l.n.r. Mag.a Edna Fitz (Fachhochschule Vorarlberg), Dr. Josef Leidenfrost (Ombudsstelle für Studierende)
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